Lieber Herr Schinzel,
einen herzlichen Neujahrsgruß Ihnen und allen menschlichen und tierischen Mitarbeitern senden Dieter und Hedi Sonnenberg aus Bremerhaven, vor allem aber BOGI, die wir vor genau einem Jahr in Empfang genommen haben.
Ich mache mir gar nicht erst die Mühe, diesen Hund noch einmal zu beschreiben, er ist noch immer das, was er gleich zu Anfang war: unsere Freundin, die genau zu wissen scheint, was echte Freundschaft bedeutet:
Verständnis, Partnerschaflichkeit, Kompromißbereitschaft, ohne sich dabei selbst aus dem Auge zu verlieren (gutes Futter und schmackhafte kleine Zwischenmahlzeiten müssen sein, ob fettarm oder nicht ist egal)!
Mittlerweile fährt sie Auto, wenn auch noch immer mit leichtem Sträuben, um uns klarzumchen, dass sie es nur für uns tut.
Ein Jahr ist für einen älteren Hund eine Zeitspanne, in der sich viel verändern kann. Ihr Gesundheitszustand ist erstaunlich gut: man stelle sich vor, dass sie bis dato weder Herzmedikamente noch Schmerzmedikamente für ihre Gelenke braucht. Kürzlich ließen wir ihren vermutlich neun Jahre alten Zahnstein entfernen mit dem Hinweis, daß ggf. gleichzeitig faule Zähne entfernt würden. Als wir sie abholten, großes Erstaunen: sie hatte nicht einen schlechten Zahn! Lediglich ihre Augen sind trübe geworden, da kann ich nur sagen, wie der Herr, so´s Gescherr! (Ich habe auch den grauen Star).
Der erste Sommer mit ihr in Bremerhaven war ein Sommer, in dem sie mit vielen Kindern zusammen sein konnte. Kinder sind das Größte für sie und sie gibt alles, um mitzuhalten. Die meisten sind inzwischen weggezogen, halten aber noch immer Kontakt mit uns und geben klar zu verstehen, dass sie BOGI meinen.
Wenn sie genau hinsehen, erkennen Sie auf dem Foto unseren Weihnachtsbesuchshund GOOFY, den wir drei Tage allein bei uns hatten (Caroline hatte in Wildeshausen und Bremen Orchesterdienst). Dass dieser im Haus aus Sicherheitsgründen angeleint bleiben mußte, erleichterte die Sache für uns und führte nicht zu irgendwelchen Ungleichgewichten aus hündischer Sicht. BOGI freute sich, Besuch zu bekommen, nach einem Tag wollte keiner ohne den anderen spazieren gehen. Mehrmals passierte es, daß der Kleine unter der Großen hindurchlief. Im Haus war die gegenseitige Futter- und Leckerchenkontrolle allerdings unerläßlich (Vertrauen ist gut, reicht aber nicht).
Bis zum Sommer (evtl. Tag der offenen Tür) verbleiben wir mit den besten Wünschen,
die Sonnenbergs aus Bremerhaven!